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Notmannschaft verliert knapp
Die SG Schnellmannshausen II war am vergangenen Sonntag beim punktlosen Tabellenletzten, dem SV Goldbach/Hochheim III, zu Gast. Mit einem Sieg konnte man den zweiten Tabellenplatz hinter der ungeschlagenen Übermannschaft aus Meiningen erreichen, ein realistisches und lohnenswertes Ziel. Leider erreichten die Mittlerweile über Jahre andauernden Personalprobleme der „Zweiten“ eine neue Dimension, so daß Trainer Thomas Henning das allerletzte Aufgebot zusammentrommeln musste. Für die Rückraumpositionen standen nur zwei A-Jugendliche zur Verfügung, von denen einer das Spiel mit einer Verletzung beginnen musste. Für die Position des Spielgestalters im mittleren Rückraum stand nur der 57-jährige Gerd Sachs zur Verfügung, der sich, um gelegentlich Luft zu holen, mit Trainer Henning abwechselte. Aus der etatmäßigen zweiten Mannschaft waren nur die Außenspieler Freddy Salzmann und René Meier sowie Kreisspieler Tobias Kapp und Torhüter Gerd Kühn am Start.
Die Anfangsphase der Partie war ausgeglichen, wobei Goldbach fast ausschließlich über den für Schnellmannshausen nie in den Griff zu bekommenden rechten Rückraum traf. Einzig durch etliche Kontertore blieb die Thüringenligareserve im Spiel und konnte sich eine 11:7-Führung erarbeiten. Kurz vor der Halbzeitpause konnte Goldbach allerdings das Spiel wieder drehen und traf, wie auch im bisherigen Spielverlauf, über den rechten Rückraum zur 15:14-Pausenführung. In der Halbzeitpause nahm sich die tapfer kämpfende Schnellmannshäuser Mannschaft vor, trotz völliger Verausgabung aufgrund der fehlenden Wechselspieler, auf die Zähne zu beißen und das Spiel zu gewinnen. Leider blieb dies nur Wunschdenken, denn es folgte ein 7:1-Zwischenspurt der Hausherren, die einerseits in knappen Situationen das Glück gepachtet hatten, andererseits insgesamt frischer wirkten. Als Schnellmannshausen sich wieder zu alter Stärke besann, war der Rückstand allerdings schon auf sechs Tore angewachsen. Trotzdem versuchte man noch mal alles, um die nun nervös werdenden Gastgeber wieder einzufangen und startete eine 8:3-Serie, die leider am Ende knapp in einer 23:25-Niederlage endete.
Mit einem weiteren etatmäßigen Rückraumspieler im Aufgebot wäre nichts anderes als ein Auswärtssieg und der zweite Tabellenplatz erreicht worden. Die gestandenen Spieler der zweiten Schnellmannshäuser Mannschaft, die ihre Kameraden bei den Punktspielen regelmäßig im Stich lassen und durch Abwesenheit glänzen, sollten ihre Einstellung zum Thema Mannschaftssport gehörig überdenken. Auch der Verein sollte sich mal hinterfragen, ob es richtig ist, die zweite Mannschaft sich selber zu überlassen oder zu unterstützen und bei diesen Problemen einzugreifen.
SGS: G.Kühn, S.Rimpel; R.Meier (10), T.Kapp (1), F.Salzmann (6), E.Böttger, P.Luhn (4), G.Sachs (2), T.Henning








