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Schnellmannshausener Handballer verspielten Sieg- TA vom 29.11.2011
Handball-Thüringenliga (Männer): SG Schnellmannshausen - SV Ronneburg 25:27 (15:14). Das Spiel gegen den Tabellenzweiten SV Ronneburg erinnerte sehr stark an die Begegnung vor zwei Wochen gegen den Spitzenreiter Ernestiner SV Gotha.
Der Schnellmannshäuser Sebastian Ley (links) überrumpelte die Ronneburger Abwehr um Matthias Zäusler (rechts) immer wieder mit seinen gekonnten Hüftwürfen (9 Treffer). Am Ende des Spieles ging aber auch ihm die Kraft aus und der Gast gewann glücklich. Foto: Dirk Bernkopf
Treffurt. Schnellmannshausen bot dem Favoriten bis in die Schlussminuten die Stirn und brachte die Gäste an den Rand einer Niederlage. Aber erneut reichten Konzentration und Kraft nicht bis zum Schlusspfiff und zum Punktgewinn. In den letzten zehn Minuten brachten sich die Krause/Müller-Schützlinge um die Früchte ihrer engagierten, aufopferungsvollen und kampfstarken Vorstellung, als sie bei acht Torwurfversuchen nicht ins Ziel trafen. Besonders vermisst wurden die Tore von Mirko Albrecht, der nach der Pause Ladehemmung hatte.
Von Beginn an führte Schnellmannshausen gegen den oft sehr robust zu Werke gehenden Kontrahenten. Erst kurz nach der Pause (16:15/32.) und später in den Schlussminuten (25:24/53.) gelang Ronneburg ein knapper Vorsprung.
Begonnen hatte die mit Haken und Ösen geführte Partie trotz der ständigen Führung für Schnellmannshausen nicht sonderlich erfreulich. Die oft überforderten und sehr einseitig agierenden Unparteiischen hatten in der ersten Viertelstunde schon viermal SGS-Aktive (David Jauernik, zweimal Dominik Wehner, Florian Schmidt) vom Feld geschickt. Die Angriffsbemühungen der Ronneburger endeten sehr häufig mit Stürmerfoul. Die Unparteiischen waren aber anderer Meinung und bestraften die SGS-Abwehrspieler dafür mit Strafzeiten und Strafwürfen.
Bis zum Schlusspfiff änderte sich daran kaum etwas. Es war aber auch nicht zu übersehen, dass die Deckung mit den schnellen, flüssigen Kombinationen des Gegners mehr Probleme hatte, als ihr lieb sein konnte. Torhüter Mario Schmidt bewahrte seine Mannschaft oft mit Glanzparaden vor weiteren Verlusttreffern. Den Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga rettete trotzdem am Ende seine größere Erfahrung und Cleverness. Diese fehlte unter anderem Nachwuchstalent Sascha Fiedler auf der linken Deckungsseite, der gegen seinen Kontrahenten (5 Tore) in der Anfangsphase oft zu spät kam.
Schnellmannshausen führte in der ersten Halbzeit 9:8 und später 13:11. Die Niederlage auf die Schiedsrichter zu schieben, wäre zu einfach. Die Hausherren gaben den Vorsprung zu leicht wieder aus der Hand. Bis zur Halbzeit hatte Schnellmannshausen allein mit sechs Fehlabspielen im Angriff den Gästen in die Hände gespielt und sich Konterangriffe eingefangen. Am Ende lag die Angriffs-Fehlerquote im zweistelligen Bereich. Die Niederlage bahnte sich an, als die SGS dreimal in Folge (49./51./53.) das Ziel verfehlt hatte, die Gäste zum ersten Mal im zweiten Abschnitt 25:24 in Führung gehen konnten und anschließend dem Gastgeber drei weitere Fehlwürfe im Vorwärtsgang unterlaufen waren.
Dennoch bestand bis zur 58. Minute (25:26) die Chance auf einen Punktgewinn. Die Nerven spielten aber nicht mit. Selbst der beste SGS-Schütze, Sebastian Ley, der mit seinen verdeckten Hüftwürfen neun Mal erfolgreich gewesen war, ließ sich davon anstecken.
Trainer Peter Krause freute sich trotzdem über die gute Vorstellung seiner Mannschaft, beklagte aber fehlende Cleverness seiner Spieler in entscheidenden Situationen.
SG Schnellmannshausen: M. Schmidt/T. Wehner, Albrecht (4), M. Müller (2), Fiedler (2), D. Jauernik (5), Nitschke (1/1), Ley (9), Wiesemann (2), D. Wehner, Luhn, Wiegand.
Zeitstrafen: SGS 6, Ronneburg 2.
Strafwürfe: SGS 4/1, Ronneburg 5/4.








