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Saisonfazit Frauenmannschaft

Unter schlechten Vorzeichen starteten die Frauen in die Saison. Mit Marleen Becker und Juliane Müller fielen gleich 2 Stützen der Mannschaft Schwangerschaftsbedingt aus. Da auch Nadine Schwanz aufgrund einer Verletzung nur noch eingeschränkt spielen und trainieren konnte entstand vor allem auf der Torhüterposition ein Vakuum. Dies konnte glücklicherweise durch den Zugang von Kathrin Trautmann und Aline Brunnecker geschlossen werden. Neu zur Mannschaft stießen außerdem Sandra Stoll und Jana Bertl, womit die Zahl der „Fälkschen“ mittlerweile auf sechs angewachsen ist.

Die Grundlagen vorm Saisonstart legte man mit einer intensiven Vorbereitung und einem Trainingslager in Neuruppin. Diese Maßnahme schweißte die Mädels noch mehr zusammen, einige Spielerinnen konnten durch dieses intensive Training deutliche Fortschritte machen.

Den nächsten Ausfall gab es dann im Dezember zu verkraften, auch Kerstin Schwanz sieht Mutterfreuden entgegen. Trotz dieser Schwächung – Kerstin hatte gerade die Abwehr zusätzlich stabilisiert – rückten unsere Damen noch enger zusammen und kompensierten auch diesen Ausfall bravourös.

Einige „Sternstunden“ konnten unsere Frauen genießen, zum Beispiel die erstmalige Tabellenführung nach dem Auftaktsieg gegen Großburschla. Die beste Saisonleistung lieferte die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Wutha ab. Hier zeigte sich, was beim disziplinierten Einhalten der taktischen Vorgaben möglich ist, an solche Leistungen gilt es anzuknüpfen.

Eindeutig das schlechteste Spiel zeigten unsere Mädels beim Heimspiel gegen den souveränen Staffelsieger Eintracht Eisenach. Zum Glück war diese Leistung nur ein Ausrutscher.

In einer dramatischen Partie gegen Merkers konnte im letzten Spiel der 3. Platz verteidigt werden. Mit Marleen Becker kehrte hier die erste „junge Mutter“ wieder aufs Parkett zurück.

Verbessert haben nahezu alle Spieler ihr taktisches Verständnis, auch wenn hier weiterhin großer Nachholbedarf besteht. Deutliche Steigerungen konnten in der Abwehrarbeit und dem Kleingruppenspiel erzielt werden, große Reserven gibt es weiterhin bei der Aktionsschnelligkeit und dem Spiel über die 1. und 2. Welle. In diesen Bereichen werden auch die Schwerpunkte in der Saisonvorbereitung zur neuen Serie liegen. In den nächsten Wochen hingegen wird vor allem die Verbesserung der individuellen Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Hier hat jede Spielerin die Chance sich durch hohe Trainingsbeteiligung weiter zu entwickeln.

Die Frauen in der Einzelkritik:

Nadine Schwanz:

Trotz ihrer Verletzung und eingeschränkter Trainingsintensität zeigt Nadine momentan wohl die stärksten Leistungen ihrer Torhüterlaufbahn.

Kathrin Trautmann:


Bei Kathrin wechseln häufig Licht und Schatten. Mehr Konzentration auf das wesentliche und voller Einsatz auch im Training werden sicherlich im Sommer den gewünschten Leistungssprung bringen.

Diana Möller:

Diana hat im Trainingslager wohl den größten Sprung gemacht und diese Leistungen auch bestätigt. Es zahlt sich eben aus wenn man im Trainingslager im richtigen Zimmer nächtigt…

Liane Wallstein:

„Elli“ war wieder beste Torschützin, hat aber auch gelernt vermehrt den Kreisläufer anzuspielen. Verbessern muss sie weiter die Abwehrarbeit und ihre Spielübersicht. Zudem muss sie lernen ihr Temperament im richtigen Moment etwas zu zügeln.

Romy Liebetrau:

„Mutti“ Romy hat in den letzten Wochen gemerkt das intensive Trainingsbeteiligung und vermehrter Einsatz auch Fortschritte bringen. Wenn sie weiter so arbeitet wird sie sicherlich auch ihre Einsatzzeiten im Spiel steigern können.

Loreen Gläßner:

Loreen schwankt zwischen Leistungsträgerin und Totalausfall. Deutlich verbessert hat sie Ihre Einstellung zum Handball und ihre Abwehrarbeit. Sie muss allerdings die Ansprüche an sich selbst höher schrauben und dringend an ihren läuferischen Schwächen arbeiten.

Isabell Anschütz:

Isabell hat sich auf ihrer linken Seite gut eingelebt, das Zusammenspiel mit der Halbposition klappt mittlerweile deutlich besser. Im Abwehrspiel ist sie durch ihre kämpferischen Qualitäten kaum zu ersetzen. Arbeiten muss sie vor allem am 1 gegen 1 und am Wurfverhalten.

Sandra Stoll:

„Stolli“ lebt in der Blumenstadt, kann daher nur eingeschränkt trainieren. Nach ihrer einjährigen Auszeit musste sie lernen das einiges aufzuholen ist, in der Abwehr hat sie ihren Platz aber schon gefunden. Sie muss aufgrund ihrer arbeitsbedingt unregelmäßigen Trainingsteilnahme in jeder Einheit Vollgas geben und auch „unter der Woche“ eigenständig etwas tun.

Jacqueline Krause:

„Jacky“ hat sich mit der neuen Abwehrformation angefreundet, arbeitet auch hier vorbildlich für die Mannschaft. Hapern tut es weiterhin am Angriffsspiel, hier zeigt sie zu selten ihr Potential. Meist strahlt sie zu wenig Torgefahr aus, gleicht dies jedoch oft durch schöne Kreisanspiele aus. Insgesamt muss sie aber torfefährlicher werden um ihren Platz zu behaupten.

Susen Becker:

Susen treibt ihren Trainer durch viele technische Fehler regelmäßig in den Wahnsinn. Durch ihre Schnelligkeit macht sie jedoch auch „unmögliche“ Tore und startet des öfteren zu Sololäufen im Kamikaze-Stil. Etwas mehr Konzentration im Training würde sie auch konstanter werden lassen.

Carolin Bockel:

„Ilse“ hat sich ihren Platz in der ersten 7 erkämpft, hat vor allem taktisch dazu gelernt. Ihre Schwäche ist der konditionelle Bereich, hier muss sie auch außerhalb der Trainingseinheiten mehr tun.

Aline Brunnecker:

Aline hatte es aufgrund Ihrer Positionswechsel in der abgelaufenen Saison nicht ganz einfach. Erschwerend kommt hinzu, dass sie es in punkto Trainingsbeteiligung öfters etwas schleifen lässt. Gelingt es ihr diese Mängel abzustellen kann sie eine feste Größe im Team werden.

Jana Bertl:

Jana hat während der Saison 2007/2008 mit dem Training begonnen, in dieser Saison nahm sie zum ersten mal am Spielbetrieb teil. Meist reichte es aufgrund knapper Spiele nur zu Kurzeinsätzen, in denen sie ihre Sache aber durchaus ordentlich machte. Behält sie ihre vorbildliche Trainingsbeteiligung bei werden ihre Einsatzzeiten im neuen Spieljahr deutlich zunehmen.

Kerstin Schwanz:

Kerstin kehrte kurz vor Ende der Saison 2007/2008 in die Mannschaft zurück. Vor allem in der Abwehr konnte sie dabei sofort weiterhelfen. Auch im Angriffsspiel war jedoch eine positive Entwicklung zu erkennen, lobenswert vor allem ihr Wille die erkannten Fehler auch abzustellen. Wir hoffen das sie Anfang 2010 wieder auf der Platte steht...

Marleen Becker:

Marleen ist erst vor wenigen Wochen wieder ins Training eingestiegen. Durch ihres großen Ehrgeiz wird sie die „verlorene“ Zeit sicher schnell wieder aufholen.


Die Saison in Zahlen:

Tabellenplatz: 3

Siege: 4

Unentschieden: 2

Niederlagen: 4

Durchschnittl. Ergebnis: 18:18

 

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