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Deutliches Lebenszeichen

Aus der TA vom 23.01.2012

Handball, Thüringenliga: SG Schnellmannshausen - HSG Werratal 31:22 (13:11)


Die Handballer der SG Schnellmannshausen haben mit dem überraschend deutlichen 31:22 (13:11) über die HSG Werratal ein Lebenszeichen gesendet.

"Endlich ein Erfolgserlebnis", war Trainer Peter Krause sichtlich erleichtert. Seine Mannschaft hatte alle Nackenschläge der vergangenen Monate weggesteckt, "bis zum Umfallen gekämpft und endlich mal die Fehlerquote minimiert." Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung hob der Coach noch Rückraumschütze Mirco Albrecht und beide Torhüter heraus. Ein Sonderlob von Krause ging auch an die Fans: "Da hatten schon manche Schwarzmaler gedacht, dass die Zuschauer wegbleiben." Doch trotz Niederlagenserie war die Normannsteinhalle im ersten von drei Heimspielen in Folge am Samstagabend wieder mit 300 Besuchern proppevoll. Und bis auf das Häuflein der Werratal-Anhänger hatte keiner sein Kommen bereut.

Dabei waren die Rollen klar verteilt, nachdem die SGS in der Vorwoche ihre Negativserie fortgesetzt und Werratal Spitzenreiter Gotha deklassiert hatte. Doch von Anfang an machte Schnellmannshausen mit konzentrierter 6:0-Deckung den Südthüringern das Leben schwer. Lediglich beim 1:0 (Alaj) und dem 6:5 (Wendland/13.) schaffte der Gast Führungen, ehe die SGS mit drei Treffern in Folge den Spieß zum 8:6 umdrehte. Werratals Auszeit verpuffte. Da im Rückraum der HSG weder vom ehemaligen Goldbacher Mitrovic noch von Rückkehrer Wendlandt etwas zu sehen war, suchte der Gast die Außen, deren Wurfquote jedoch äußerst dürftig blieb. Besser machte es auf der Gegenseite der 17-jährige Schnellmannshäuser Pierre Jauernik, der mit einem seiner drei Treffer das 10:8 vorlegte. Beim Zwei-Tore-Plus blieb es bis zur Pause.

Die zweite Hälfte begann mit weiteren zentimetergenauen Albrecht-Knallern (14:11, 16:12), gegen die beide Gäste-Keeper kein Mittel fanden. Dann wurde es zerfahren und hektisch, nachdem der Ex-Eisenacher Quendrim Alaj eine übertriebene rote Karte sah und die Schiedsrichter Alajs "Stinkefinger" mit einer zusätzlichen Zeitstrafe ahndeten (35.). Die Überzahl war schnell dahin, da die Referees auch gegen die SGS fleißig Zeitstrafen verhängten. Das große Aufbäumen der Werrataler blieb derweil aus. Zwar verkürzte Skypczak vom Punkt auf 15:18 (39.), doch der stark haltende Mario Schmidt hielt die SGS auf der Siegerstraße. Hinzu kam, dass bei den Werratalern nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Clemens Schlegel die Nerven blank lagen. Hellwig musste wegen Meckerns auf die Strafbank und Wendlandts weit übers Ziel landender Wurf roch schon nach Verzweiflung (46.). Im Gegenzug baute Marcel Wiesemann den Vorsprung auf 23:16 aus (46.).
Endgültig gebrochen war die Gegenwehr der Gäste, als Mitrovic und Storch weitere Zeitstrafen abbrummten (49.). Werratal resignierte, Schnellmannshausen brillierte und spielte sich in den letzten Minuten in einen Rausch.            lan

SGS: Schmidt, Wehner, M. Wiesemann 3, Ley 3, M. Müller 4, P. Luhn 1, Wiegand 1, F. Schmidt, D. Wehner, Jauernik 3, Fiedler 1, D. Jauernik 1, Albrecht 9, Nitschke 5/5.

Strafminuten: SGS 18, HSG 20, Siebenmeter: 5/5 - 7/3.

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Überraschung. Thüringenligist SG Schnellmannshausen, hier Florian Schmidt am Ball, gewinnt deutlich gegen die HSG Werratal.
Foto: M. El Antaki

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