Enttäuschendes Kreisderby - TA vom 02.03.2010
TREFFURT. Im Derby zwischen Schnellmannshausen und Wutha-Farnroda hatten wohl viele Zuschauer auf einen haushohen Sieg der Gastgeber spekuliert und wurden darum enttäuscht. Mit ein wenig mehr Ehrgeiz wäre den Gästen sogar eine Überraschung möglich gewesen.
Das Derby endete zwar mit dem erwarteten Favoritensieg, spielerisch war es aber eher enttäuschend. Die Gastgeber kamen nur ganz langsam in Tritt. Vor allem im Angriff gelang vorerst nur wenig. Anspiele an den Kreis kamen nur selten an. Wenn ein Spieler frei zum Wurf kam, endete die Aktion meist am gut haltenden Petkus-Torwart König, am Pfosten oder im Aus. Die Gäste hielten gut dagegen und zeigten im Angriff gelungene Spielzüge. Vor allem der relativ klein gewachsene Robert Heilwagen in der Aufbaumitte versuchte immer wieder, oft erfolgreich, seine Mitspieler in Wurfpositionen zu bringen oder war selbst beim Torwurf erfolgreich. Es verwunderte deshalb nicht, dass Wutha-Farnroda viermal in Front lag, zuletzt beim 7:6 (13.). Langsam fand die SGS ihren Spielfaden. Nach dem 8:8 durch Heilwagen hatte Schnellmannshausen schon fünfmal in aussichtsreicher Position das Tor verfehlt. Die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte bestimmten dann die Gastgeber. Trainer Krause reagierte dennoch sehr unwirsch.In der zweiten Halbzeit wurde weiter sichtbar, dass beide Mannschaften nicht ihren besten Tag erwischt hatten, obwohl die Gäste besser zurecht kam als zuletzt gegen Mühlhausen. Das bis dahin faire Spiel wurde nun von vielen Fouls und Zeitstrafen unterbrochen. Gästespieler Christian Liebetrau (37.) handelte sich wegen Foulspiel und einer verbalen Attacke gegen die Schiedsrichter Rot ein.Schnellmannshausen geriet nach dem 21:14 (43.) durch drei fast zeitgleiche Herausstellungen in die Bredouille. Florian Montag, Dominik Wehner und Florian Schmidt saßen auf der Strafbank. Die Gäste holten zum 21:16 auf. Ein gelungener Abwurf von Torwart Thomas Wehner auf den agilen Philipp Koch ergab das 23:16 und damit war das Zeichen zum Endspurt bis zum 27:17 (50.) gegeben. Erst in der Endphase, als sich Schnellmannshausen eine lange Torflaute leistete, schafften die Gäste fünf Tore in Folge zum versöhnlichen 28:23-Endstand.Unter den Schnellmannshäuser Fans wurde nicht mehr lange über das Spiel diskutiert, an diesem Abend gab es nur ein Thema unter Sportfreunden: Olympiasilber von Alexander Rödiger aus Scherbda (TA berichtete).
Von Günther NEUBAUER
SG Schnellmannshausen: M. Schmidt/T. Wehner - Albrecht (5), M. Müller (1), Wiesemann (4/1), Koch (6), Ley (3), Jauernik (4), Montag (4), F. Schmidt (1), D. Wehner (1).
Wutha-Farnroda: Schmidt/ König - Gemeinhardt (4/1), Kalmring (6), Heilwagen (5), Liebetrau (3), Apel (3), Richter, Franke, Handrick (2), Frohberg, Berg.






