Sechs Minuten ohne Kopf - TA Artern v. 26.01.2010
ARTERN (ab). HV 90 Artern - SG Schnellmannshausen 26:25 (14:13).
Wo das Endergebnis einen der Artern-üblichen Königstuhl-Handball-Krimis vermuten lassen könnte, war so viel Spannung eigentlich gar nicht drin. Arterns Männer hatten vor allem nach der Pause eigentlich alles fest im Griff - bis kurz vor Schluss.
Wo das Endergebnis einen der Artern-üblichen Königstuhl-Handball-Krimis vermuten lassen könnte, war so viel Spannung eigentlich gar nicht drin. Arterns Männer hatten vor allem nach der Pause eigentlich alles fest im Griff - bis kurz vor Schluss.
Gegner Schnellmannshausen stand am Samstag irgendwie neben sich. "Spielerisch kam da nicht viel. Da kennen wir die Truppe eigentlich anders. Dafür wollten sie uns wohl mit unwahrscheinlich körperbetontem Spiel beeindrucken, hatten sich so vielleicht mehr ausgerechnet", mutmaßte Arterns Spielertrainer Holger Teichmann nach dem Abpfiff. Nach ausgeglichenem Start holte Artern eine zwischenzeitliche Führung der Gäste (6:9, 7:10) bis kurz vor der Pause auf. Ein direkt verwandelter Freiwurf Teichmanns als letzte Aktion der ersten Halbzeit gab dann die Richtung vor. Hatte Marcel Grolle bis dahin schon toll gehalten, so vernagelte der für ihn ins Tor gerückte Falko Reikowski den Arterner Kasten nun förmlich. Er parierte freie Würfe vom Kreis und kaufte den Schnellmannshäuser Konterläufern auch einige Bälle ab. Bei den Gästen machte sich Frust breit. Das hatten sie sich wohl anders gedacht. Die Quittung bekam zuerst SGS-Mann David Jauernik ausgestellt. Er sah knallrot, nachdem er Teichmann in der Luft unsanft zu Boden gestoßen hatte (49.). Fünf Minuten darauf stand es 25:20 für die Hausherren, bei denen neben den Torleuten vor allem Michel Bohne auf sich aufmerksam machte. Nach der Pause drehte er förmlich auf, traf einfach alles. Schnellmannshausen suchte in den letzten Minuten sein Heil in einer offenen Manndeckung und verwirrte die bis dahin souveränen Arterner völlig. Die 130 Zuschauer mussten doch noch einmal zittern. Holger Teichmann tat es nicht. "Ich bin überzeugt, dass wir jederzeit noch hätten zulegen können. Wir waren konditionell einfach besser drauf!" Eine geschlossene Leistung der Arterner, die um so bemerkenswerter ist, als sie auf zwei sonstige Stützen, den am Knie verletzten Kreisläufer Alexander Littig und auf den erkrankten Rückraumschützen Nico Zimmermann verzichten mussten. Nach einer halben Ewigkeit streifte sich deshalb Patrick Gonnermann mal wieder das HV-Trikot über und war weit mehr als nur ein Notnagel.
HV 90 Artern: Falko Reikowski, Marcel Grolle - Michel Bohne 11/4, Mario Faulwetter 1, Patrick Gonnermann 4/1, Stefan Frömer, Marko lange 1, Reiner Sonnefeld 1, Holger teichmann 4, Christian Krahmann 4, David Hofmann; Siebenmeter: HV 5/5, SGS 3/2
Zeitstrafen: HV 2, SGS 4, Rote Karten: SGS 1
HV 90 Artern: Falko Reikowski, Marcel Grolle - Michel Bohne 11/4, Mario Faulwetter 1, Patrick Gonnermann 4/1, Stefan Frömer, Marko lange 1, Reiner Sonnefeld 1, Holger teichmann 4, Christian Krahmann 4, David Hofmann; Siebenmeter: HV 5/5, SGS 3/2
Zeitstrafen: HV 2, SGS 4, Rote Karten: SGS 1






