SGS: Das Beste zum Schluss - TLZ vom 21.12.2009
Dieser stand schon nach knapp zehn Minuten beim 6:1 außer Frage. Fast jeder Torwurf der Gastgeber landete im HV-Netz. Der Kontrahent zielte dagegen mehrfach zu hoch, scheiterte am aufmerksamen Torhüter Mario Schmidt oder versuchte es vergebens von den Außenpositionen. Trotz zeitgleicher Zweiminutenstrafe gegen Sebastian Ley und David Jauernik (11.) konnte Artern den Rückstand nur um einen Treffer verkürzen (7:3/12.). Die SGS-Trainer Krause/Müller hatten mit dem ungewohnten 6:0-Riegel genau die richtige taktische Maßnahmen gegen die aus der Fernwurfzone überraschend ungefährlichen Gäste getroffen. Allein über den großgewachsenen, schwergewichtigen Kreisläufer (Christian Krahmann/2) oder von Außen ließ sich die variabel kämpfende SGS-Deckung nicht ausmanövrieren. Artern schaffte so in der ersten Halbzeit nicht einmal eine zweistellige Trefferausbeute. Den Gastgebern gelang ohne größere Mühe den Vorsprung auf zehn Treffer (18:8) auszudehnen.
Arterns Spielertrainer Holger Teichmann wollte zu Anfang das Geschehen von draußen beobachten und versuchte seine Mannschaft in der Abwehr zu sortieren. Er grübelte später, ob es die Kälte, die knappe Erwärmungsphase oder mangelnde Ballhaftung war, weshalb sein Team nicht in die Gänge kam.
Im zweiten Abschnitt setzte sich die SGS-Dominanz nahtlos fort. Dabei bewies Nachwuchstorwart Thomas Wehner erneut sein Talent, vereitelte bei guten Kontermöglichkeiten Gegentreffer und parierte zwei Strafwürfe (35:/48.). Nach 14 Toren Vorsprung (27:14) ließen Konzentration und Zielstrebigkeit beim Gastgeber etwas nach, ein höherer Sieg wurde damit verschenkt. Der Gegner konnte daraus aber nur wenig Kapital schlagen. Im Gegenteil, wie schon zu Beginn leistete sich Artern ganz schwache zehn Schlussminuten.
SG Schnellmannshausen: M. Schmidt/T. Wehner; Wiesemann (7/3), Ley (7), M. Müller (2), Koch (3), F. Schmidt (1), Jauernik (5), J. Müller (2), Albrecht (9), D. Wehner.






