Sonnenschein ist eine richtig gute Speerwerferin - TLZ vom 10.08.2010
Marie Theres Bergmann weiß, wie man mit dem Speer umgehen muss. Die 16-jährige Thüringerin hat ein großes Ziel - die U18-WM im kommenden Jahr.
Jena. Die erst 16 Jahre alte Marie-Theres Bergmann vom TuS Jena darf sich geehrt fühlen. Immer wenn sie auf die Speerwurf-Weltrekordlerin Petra Felke trifft, gibt es nicht nur eine herzliche Umarmung, sondern auch die Begrüßung mit den Worten. "Da ist ja mein Sonnenschein."
Für diese Liebkosung gibt es mehr als nur einen Grund. Zum einen ist Bergmann, die aus Schnellmannshausen stammt, eine absolute Frohnatur. "Ich lache gern, ich bin immer gut drauf. Das ist mein Naturell. Ich stecke die Leute mit meinem Lächeln an", sagt sie. Und ganz nebenbei ist die hübsche Blondine auch eine richtig gute Speerwerferin.
Für diese Liebkosung gibt es mehr als nur einen Grund. Zum einen ist Bergmann, die aus Schnellmannshausen stammt, eine absolute Frohnatur. "Ich lache gern, ich bin immer gut drauf. Das ist mein Naturell. Ich stecke die Leute mit meinem Lächeln an", sagt sie. Und ganz nebenbei ist die hübsche Blondine auch eine richtig gute Speerwerferin.
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Platz zwei in Ulm
Vergangenen Freitag bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm verpasste sie nur knapp den Titel. Bergmann führte mit ihrer Weite von 49,27 Metern bis vor den letzten Versuch die Konkurrenz bei der weiblichen Jugend B, ehe sie die Favoritin Christin Hussong noch mit 51,00 Metern überholte. "Ich wollte eine Medaille. Die habe ich gewonnen. Dass sie mich am Ende noch übertroffen hat, überrascht mich nicht. Sie kam immerhin mit einem Vorwert von 55 Metern nach Ulm. Da konnte man schon was von ihr erwarten."
Ihr zweiter Platz wurde noch versüßt mit der Nominierung zum U 18-Länderkampf am Sonnabend in Borna gegen Polen. Für Bergmann ist es der internationale Wettkampf. "Ich bin schon mächtig stolz. Ich starte für Deutschland."
Dass sie mit ihren 16 Jahren bei der Leichtathletik gelandet ist, war schon Zufall. Ihre sportliche Laufbahn begann bei der SG Schnellmannshausen im Handball. "Das hat mir auch Spaß gemacht. Leider wurde die Mannschaft aufgelöst."
Zusammen mit ihrem damaligen Handball-Trainer verständigten sie sich, es in der Leichtathletik versuchen. Immerhin schleuderte sie den 800 Gramm schweren Schlagball über 63 Meter weit.
Seit zwei Jahren trainiert sie in Jena. Sie begann in der Trainingsgruppe von Rico Mai als Mehrkämpferin. "Recht schnell hat sich aber gezeigt, das ich eine Werferin bin." Sie wechselte in die Gruppe von Burkhard Looks - mit Erfolg. Mit ihrem Wurf in Ulm stellte sie ganz nebenbei einen Thüringer Landesrekord auf.
2011 lautet ihr großes Ziel: die U 18-WM vom 6. bis 10. Juli in Lille. Petra Felke wird den Weg von ihrem "Sonnenschein" Marie-Theres Bergmann genau verfolgen.
Jens Henning / 10.08.10 / TLZ








